Kirchbüro hat Urlaub

Das Kirchenbüro ist vom 08.08. bis 26.08. jeweils nur freitags von 10-13 Uhr geöffnet.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an das Friedhofsbüro, Tel. 030 / 645 18 37

Die Josefsgeschichte

Gerhard Begrich und Markus Böttcher reden über die Josefsgeschichte, Genesis 37-50.

Die Aufnahme geschah am Tag des Überfalls auf die Ukraine. Wir haben lange gezögert, es einzustellen, tun es aber dennoch. Gottes Segensversprechen gilt.

Witz

Ein Pfarrer und ein Omnibusfahrer kommen zugleich an der Himmelstüre an, und der Heilige Petrus läßt zuerst den Chauffeur ein. Der Pfarrer ist darüber entrüstet, weil nach seiner Meinung ihm der Vortritt gebühre.
Petrus jedoch klärt den Sachverhalt wie folgt: „Wenn du gepredigt hast, haben die meisten Leute geschlafen, aber wenn er gefahren ist, haben alle gebetet.

https://www.birkenbihl-uni.ch/birkenbihl-witze/birkenbihl-witze.html

Probieren Sie, wie weit sie kommen!

Es ist Sommer und wie viele andere bin ich dann manchmal auf Wasserstraßen unterwegs. Auf der Müggelspree, kurz vor der Allende-Brücke rechts, gibt es eine enge Wasserzufahrt, man sieht angelegte Motorboote und ein Clubhaus. An der Zufahrt ist ein unmissverständliches Verkehrsschild angebracht, weißer Balken auf rotem Grund: Einfahrt verboten. Darunter zusätzlich noch ein Schild: Nur für private Anlieger. Wie oft bin ich da schon vorbeigefahren. Aber vor kurzem habe ich mich doch getraut, jemanden, der sich da am Motorboot zu schaffen machte, zu fragen. – Entschuldigung, wissen Sie, ob ich hier mit dem Kajak hineinfahren darf? – Ja, ich glaub schon. – Und wissen Sie, wohin man dann kommt? – Nee, aber probieren Sie einfach, wie weit sie kommen.

Ich bog rechts ab, fuhr dort hinein. Es war ein wenig so wie bei Alice im Wunderland. Man tritt durch den Spiegel und eine neue Welt eröffnet sich. Häuschen und Gärten, Weiden und Sträucher, nur Zitronenbäume fehlen. Dann kommt rechter Hand ein weiteres, kleineres Clubhaus „Blau-Gelb Köpenick e.V. – Kanu“. Ich kam vom Boot aus mit einem sehr freundlichen Menschen ins Gespräch, der gerade mit seinem Kanu beschäftigt war. Sie haben dort sogar Übernachtungsmöglichkeiten für Mitglieder auf längeren Fahrten. Und ja, der Club freue sich über neue Mitglieder. Kein Wunder, dachte ich, den Club kennen vermutlich nur wenige.

Dann fuhr ich weiter Richtung Hirschgarten auf der – Sie haben es sicher schon erraten – Erpe. Unter den Brücken durch, über die ich schon so oft mit dem Fahrrad gefahren bin, immer weiter. Wie anders die Welt von unten aussieht. Irgendwann kehrte ich um und nahm mir vor, beim nächsten Mal mit mehr Zeit weiter stromaufwärts zu fahren. Irgendwann wird es dann wohl nicht weitergehen, dann kommen Stromschnellen oder andere Hindernisse, die kennt man von den Spaziergängen im Erpetal. Aber der Weg bis dahin ist schön und lohnt sich.

Nun fragt sich die geneigte Leserin, welche Moral ich daraus ziehe. – Ich weiß es nicht. „Vertraut den neuen Wegen?“ passt nicht, wenn am Eingang ein „Durchfahrt verboten“ steht. Allenfalls könnten wir uns fragen: Geht es anderen mit der Christophoruskirche eventuell ähnlich? Wir haben zwar kein Verbotsschild am Eingang zu stehen, aber die Schwelle in unsere Kirche ist für manche trotzdem hoch.

Zum Glück gibt es auch in unserer Gemeinde Leute, die am Eingang stehen und sagen: Gehen Sie ruhig rein und probieren Sie doch, wie weit sie kommen. Und drinnen findet sich meist auch jemand, der über die Clubmitgliedschaft Auskunft geben kann. In jedem Fall kann man sagen: der Weg ist schön und lohnt sich.

Ach, jetzt ist doch noch eine Moral aus der Geschichte gekommen. Aber ohne Moral geht es bei uns eben auch im Sommer nicht. Schöne Ferien und gute Erholung wünscht

Ihr Pfarrer Markus Böttcher